Sponsoring gewinnt in den Konten großer Clubs an Bedeutung

 

Kommerzielle Rechte werden bis zu 50% des Gesamtumsatzes ausmachen.

Sponsoring von Fußballvereinskonten

Bis vor wenigen Jahren erforderte die gute finanzielle Verfassung der Fußballvereine eine faire Verteilung zwischen Fernseh-, Sponsoring- und Werbeeinnahmen und Einnahmen, die an Spieltagen im Stadion erzielt wurden. Diese Verteilung auf die verschiedenen Geschäftsbereiche war nie einfach zu erreichen, und in vielen Vereinen waren die Einnahmen aus dem Fernsehen die wichtigsten, vor allem in den bescheideneren, die nach wie vor am stärksten abhängig sind.

In den großen Teams gibt es jedoch eine Trendwende. Die Einnahmen aus Sponsorenverträgen werden zur Hauptstütze der Kassen der großen Vereine, zum Nachteil der Fernseheinnahmen, die zwar aufgrund der hohen Preise, die für sie gezahlt werden, kurzfristig einen signifikanten Umsatz garantieren, im kommerziellen Bereich aber allmählich an Boden verlieren.

So machen beispielsweise gewerbliche Rechte oder Sponsoring- und Werberechte bis zu 70% des Umsatzes der PSG bzw. 60% des Umsatzes von Bayern München aus, den fünften bzw. dritten Platz in der Deloitte-Studie Football Money League.

Im Falle der PSG wuchs dieses Spiel in der vergangenen Saison um 29%, unter anderem dank Qatar Tourism, Emirates, Nike, Qatar National Bank, Microsoft, Hublot, Heineken und Panasonic. Zu den multinationalen Konzernen, die Bayern begleiten, gehören neben der Deutschen Telekom auch Adidas, Audi und die Allianz (die dem Stadion seinen Namen gibt), starke Sponsoren und Aktionäre des Vereins mit jeweils 8,3%.

Laut José María Gay de Liébana, einem Wirtschaftsexperten von Betvictor, werden die kommerziellen Einnahmen in einigen Jahren durchschnittlich 50 % der Einnahmen des Clubs ausmachen und der Rest wird auf Fernseh- und Spieltagseinnahmen aufgeteilt, wobei diese 20 % nicht überschreiten werden, außer in bestimmten Fällen, wie es beispielsweise bereits im Arsenal der Fall ist. Das ist die Mannschaft mit dem höchsten Umsatz pro Spiel der Welt: Das Emirates-Stadion erwirtschaftet 120 Millionen, was den Erfolg seines Managements zeigt, das zum Spiegel aller Stadien wird. Der Veranstaltungsort ist eines der besten Beispiele für die erfolgreiche Anpassung eines Großsponsors an einen Sportkomplex und die Bedeutung von Namensrechten, die auch in der Allianz Arena in Bayern München gezeigt wird.

Zurück zum Gewicht der kommerziellen Rechte, betont er, dass, wenn man sich die Bedeutung dieses Spiels unter den 20 reichsten Teams der Welt, zusätzlich zu PSG und Bayern, Manchester City, Shalke und Borussia von Dortmund sind die am nächsten an der Verteilung, in denen 50% kommt aus Sponsoring, mit einem Gewicht von kommerziellen Rechten, die mehr als 47% in den vorherigen Fällen. Bei Real Madrid beträgt dieser Anteil 42%, beim FC Barcelona 38%.
Modell folgt Der deutsche Fußball “hat die Kanäle der Ausbeutung des Geschäfts fokussiert, die dem Zuschauer oder Amateur den Vorrang geben, auf denen das gesamte Wachstum des Sponsorings beruht. In der Bundesliga sind die Stadien fast voll, weil die Tickets günstig und komfortabel sind. Obwohl die Einnahmen am Spieltag nicht sehr hoch sind, konnten diese Mannschaften eine starke Fangemeinde aufbauen, was sie für Sponsoren und kommerzielle Verhandlungen stärker und sicherer macht, was letztendlich das wichtigste für das Geschäft ist, da, wie Gay de Liébana in Erinnerung ruft, “mehr als die Zahl der Menschen, die ein Stadion besuchen, die Verträge von Fans auf der ganzen Welt unterzeichnet werden.